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OZ-Greifswald ganz nah - Nächtliche Zuhörsperre in Greifswald?

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OZ-Greifswald ganz nah
Liebe Leserinnen und Leser,
psssst. Bitte nicht so laut. Üben Sie sich in Stille, genießen Sie die Ruhe. Besser früher als spät, denn es könnte eh bald der Normalzustand werden. Das will zumindest die Greifswalder Verwaltung. Mit der neuen Überarbeitung der Satzung für Grün- und Spielanlagen soll Musik zwischen 22 und 7 Uhr komplett verboten werden. “Endlich”, sagen nun sicher einige Anwohner, die unfreiwillige Konzerte gerade in den Sommermonaten und besonders am Hafen oder den Credneranlagen bestimmt nicht vermissen werden. Für die meisten dürften diese neuen Regeln zu weit gehen. Die Satzung war schon in der Kritik, weil sie das Grillen am Hafen verbieten will, was aber bekanntermaßen gemeinsam mit dem Hören von Musik nach 22 Uhr für einige GreifswalderInnen der einzige Lebensinhalt im Sommer ist.
Am Ende wird die Bürgerschaft entscheiden müssen, ob sie der Verwaltung folgt und mit der neuen Satzung eine nächtliche Zuhörsperre über Greifswald verhängt oder noch an dem Maßnahmenkatalog dreht. Vielleicht möchte jemand herausfinden, ob das Robert-Koch-Institut auch Inzidenz-Werte für Dezibelbelastung pro 100.000 Bluetooth-Boxen festgelegt hat?
Die Ausgangssperre wurde ja auch nun vorher beendet. Ganz perplex über die neue Freiheit habe ich den Mittwochabend drinnen verbracht. Am Hafen stinkt es eh so sehr nach Grillfleisch und niemand versteht sein eigenes Wort. Dann lieber in der Wohnung bleiben und an den digitalen Tagen der Akzeptanz teilnehmen, die in diesem Jahr leider überwiegend digital stattfinden müssen. Unser Kollege Alexander Kruggel erzählt Ihnen aber schon mal, wie die Eröffnung am Montag war.
Montag war für viele SchülerInnen nicht nur der erste Tag im Wechselunterricht, nach wochenlangem Distanzlernen, es war auch der Tag, an dem viele wieder feststellen durften, wie verwirrend die Regeln sind. Entscheidend war, ob am Mittwoch der Vorwoche die Inzidenz von 100 unterschritten wurde (Lagus sagt mit 98 ja, RKI sagt mit 100,6 nein). Da aber niemand so recht wusste, welche Institution nun das Sagen hat, war für mich am Montag Schrödingers Unterricht. Die Schulen waren offen, aber gleichzeitig auch nicht. Die Kollegin Katharina Degrassi wusste zum Glück Bescheid und kann es Ihnen jetzt noch einmal zum Nachlesen sagen.
Wenn Sie übrigens wissen wollen, was sie am Pfingstwochenende dürfen, wo Sie essen gehen können und wo Sie die dafür womöglich notwendigen Schnelltests bekommen, schauen Sie die Tage gerne bei Ostsee-Zeitung.de/Greifswald vorbei. Da sagen wir es Ihnen.
Bis dahin. Bleiben Sie gesund und machen Sie bitte nicht zu viel Lärm in den Grünanlagen. Sie könnten die Griller verschrecken.
Herzlichst,
 Ihr Philipp Schulz

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Duftende Felder (Foto: Anne Schönemann)
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Das Leserfoto kommt in dieser Woche von Anne Schönemann. Auch ihr sind die zahlreichen Rapsfelder in Vorpommern aufgefallen, die jetzt überall in sattem Gelb blühen. Danke für die Einsendung.
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